Persönliches

Tja, hier sollte ich nun mich selbst einmal vorstellen. Aber was gibt es da Wichtiges zu sagen?

Vielleicht ist meine wichtigste Eigenschaft die Tierliebe, die somit das Fundament für meinen Einsatz für die Tiere bildet. Das Interesse für Pferde habe ich schon früh entdeckt, als eine Freundin mich in der ersten Klasse zum Ponyreiten mitnahm. Fortan war ich vom „Pferdevirus“ befallen und konnte mir nichts Schöneres mehr vorstellen.

Als ich während der Projektwochen in der Unterstufe am Gymnasium im Rahmen des Projekts „Rund ums Pferd“ zum ersten Mal einen Isländerhof besuchen durfte, wurde mein Wunsch noch konkreter: Diese kleinen kompakten Isis mit der üppigen Mähne und ihrem speziellen Wesen entsprachen genau meinem Idealbild eines Pferdes! Spätestens jetzt war mein Wunsch nach einem eigenen Islandpony geboren.

So oft es ging (und meine Eltern mich fahren wollten) ging ich reiten, aber auch das ganze Drumherum war ebenfalls spannend für mich. Anders als manche anderen Kinder fand ich auch das Pferdeputzen immer ganz toll, weil mir auffiel wie es die Pferde genießen können, wenn man sich mit Liebe um sie kümmert.

Sehr intensiv wurde mein Kontakt zu den Pferden, als ich während des Studiums regelmäßig auf einem Isländerhof aushalf. Während mehr als vier Jahren mistete ich jeden Samstag die Ställe und bekam dafür Reitunterricht oder durfte mit den Pferden ausreiten gehen. Beinahe täglich hielt ich mich nun im Stall auf. Bald hatte ich nun auch ein Reitbeteiligungspferd und kümmerte mich ebenso gerne um alle anderen Pferde im Stall, die dies nötig hatten. Ich habe einen Asthmatiker inhaliert, mit Pferden mit Rückenproblemen Gymnastik gemacht und bei fast jedem Schmiedtermin die Hufe der Schulpferde aufgehoben.

Da ich nicht sehr schwer bin, durfte ich auch jene Isis reiten, die sonst des Alters wegen oder nach Beinverletzungen nur noch für die Kinderreitstunden eingesetzt wurden. Und es war schön zu sehen, dass ich damit bei diesen Pferden auch wirklich etwas bewirken konnte: Selbst ein 27-jähriger Schweinepasser kann locker traben lernen, die Beine von ehemals verletzten Pferden können mit Geduld wieder gekräftigt werden und jedes Pferd freut sich, wenn man ihm Zuwendung schenkt. Auch die Ausritte mit meinen Schützlingen haben sowohl ihnen als auch mir immer gefallen. Ich hatte sogar den Eindruck, dass manches Pferd nach einiger Zeit aus einer Art Lethargie erwacht ist und wieder mehr Spaß am Leben bekam und gerne mit mir zusammen gearbeitet hat.

Es hat nicht lange gedauert bis ich auch die Möglichkeit bekam, mich als erster Reiter auf ein Jungpferd zu setzen. Einerseits bot sich dies an, weil ich mit einem Gewicht von 48 kg sehr leicht bin und andererseits auch ausreichend Mut und Pferdeverstand mitbrachte. Anfangs wurde ich longiert oder geführt und durfte später unter Anleitung der Reitlehrerin alleine reiten. Ich konnte recht schnell immer selbständiger arbeiten bis ich dann die Jungpferde alleine ausbildete, wobei ich viele Erfahrungen sammeln konnte. Ich merkte, dass es genau das war, was ich mir immer gewünscht hatte: Mit den Pferden zusammen etwas zu erarbeiten, was sowohl den Pferden als auch den Besitzern zugute kommt und die Harmonie zwischen Mensch und Pferd wachsen lässt.

Als eines Tages eine trächtige rohe Stute auf den Hof kam, fühlten wir uns sofort zueinander hingezogen. Vor ihrem „Schwangerschaftsurlaub“ fing ich an mit ihr zu arbeiten und nach dem Mutterschutz ritt ich sie dann ein. Zwischendurch, noch vor der Geburt ihres Fohlens, habe ich sie übrigens gekauft und konnte mir so den langgehegten Traum nach meinem eigenen Islandpony erfüllen.

Im Laufe der Zeit habe ich auch einige Kurse und Weiterbildungen besucht (siehe unten) und schließlich meine Leidenschaft zum Beruf (oder zur Berufung?) gemacht. Ich freue mich, wenn ich Menschen und ihren Pferden meine Unterstützung anbieten kann und behandle jedes Pferd mit derselben Sorgfalt wie mein eigenes.

Die Arbeit mit den Tieren beginnt und endet für mich nicht einfach auf dem Reitplatz, sondern ist bei jeglichem Kontakt mit den Pferden gegeben. Schon das Holen, Anbinden, Putzen und Richten sind Vorgänge, bei denen ich voll und ganz bei der Sache bin und die ich gerne mit Ruhe und Geduld erledige, ebenso das Absatteln, Füttern und Wegbringen nach dem Reiten oder Longieren. Ich bin mir sicher, dass den Pferden bewusst ist, dass sie dabei jederzeit meine volle Aufmerksamkeit haben und ebenso aufmerksam verhalten sie sich dann auch bzw. lernen dies.

Es gibt viele Pferde, die sich Unarten am Putzplatz angewöhnt haben und aus Langeweile z.B. am Strick knabbern. Dies ist aber meistens die logische Konsequenz, wenn sich ein Pferd langweilt, weil der Besitzer seine Aufmerksamkeit lieber einem Schwätzchen oder einer Tasse Kaffee widmet, während er sein Pferd eben unbeachtet warten lässt. Gerechterweise meine ich nur das von meinem Pferd verlangen zu können, was ich auch selber zu geben bereit bin. Wenn ich von einem Pferd Konzentration bei der Mitarbeit fordere, muss ich selbst mindestens genauso konzentriert sein. Aus diesem Grund vermeide ich so gut wie möglich Ablenkungen, während ich mit einem Pferd arbeite und Anrufer auf meinem Handy landen dann meistens auf der Mailbox. Selbstverständlich rufe ich dann aber gerne zurück, sobald ich die Zeit dazu habe.

Ich liebe die Tiere und den Umgang mit ihnen. Aus diesem Grunde ist es mir ein wichtiges Bedürfnis, meine Arbeit mit den Pferden ernst zu nehmen und ihnen die Beachtung zu schenken, derer sie bedürfen, um uns wiederum Vertrauen und Respekt entgegenbringen zu können.

Spruch: Jedes Pferd ist etwas besonderes

Qualifikationsnachweise:

IPZV:

  • Sachkundenachweis
  • Reitabzeichen Silber
  • Bereitereinführung
  • Rittbegleiter, Geländerittführer
  • Trainereinführung

AKA Andrea Kutsch Akademie:

  • Lehrgang Grundkurs (interspezifische Kommunikation)
  • Lehrgang Bodenkurs (Lerntheorien)

Reiten 360°

  • Physio-Seminar: Reitpferdemuskulatur
  • Funktionelle Bewegungsanalyse
  • Biomechanik
  • Sattelseminar
  • Hufe und Hufstellung

Europäische Penzel-Akademie:

  • Akupunkt-Massage nach Penzel am Pferd (Teil 1: Energielehre, Meridiankunde)

Sonstige Weiterbildungen:

  • Bodenarbeit mit dem Knotenhalfter (nach Parelli)
  • Dualaktivierung (nach Geitner)
  • Jungpferdetraining
  • feines Gangreiten (bei Bernhard Podlech)
  • Grundlagen der akademischen Reitkunst (nach Bent Branderup)
  • Seminar Trittverletzungen (bei Horst Klinghart)
  • kontinuierlicher Reitunterricht bei verschiedenen Trainern